Persönlichkeitsrechte im Internet: Rechtlicher Leitfaden

Im Zeitalter des Internets verbreiten sich Nachrichten schneller als je zuvor, und deshalb sollte das Bewusstsein für Persönlichkeitsrechte im Internet geschärft werden. Die Kehrseite dieses technischen Fortschritts ist, dass unwahre Tatsachen über eine Person oder ein Unternehmen über Nacht verbreitet werden können. Dies kann schwerwiegende Auswirkungen auf den Ruf einer Person in der Gesellschaft oder im Geschäftsleben haben.

Das Recht auf Privatsphäre, das Recht am eigenen Bild und die Wahrung der persönlichen Ehre sind Ausprägungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, die durch eine nicht genehmigte Medienberichterstattung beeinträchtigt werden können. Bei der Abwägung von Pressefreiheit und Persönlichkeitsrechten ist zu prüfen, ob die Sozial-, Privat- oder Intimsphäre des Opfers betroffen ist.

Jede Person hat ein Recht auf Privatsphäre und das Recht, sich vor unnötigen Gerüchten zu schützen. Wenn z. B. ein renommiertes Nachrichtenportal falsche Behauptungen über einen Arzt aufstellt, würde sich dies nachhaltig auf sein Geschäft auswirken. Der Beruf des Arztes baut auf Vertrauen auf. Lesen Patienten negative Aussagen über einen Arzt, so werden sie diesen nicht aufsuchen.  In solchen Fällen ist der Einzelne in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt und kann sich an einen erfahrenen Anwalt wenden, um sein Recht durchzusetzen.

Wir haben täglich mit mehreren solcher Fälle zu tun, in denen das Recht auf Privatsphäre durch Zeitungen und Online-Nachrichtenportale angegriffen wird.

Was ist zu tun, wenn Ihr Persönlichkeitsrecht verletzt wird?

Es ist normal, dass man in einer solchen Situation überstürzt handeln möchte. Versuchen Sie jedoch, Ruhe zu bewahren. Der erste Schritt, den Sie tun können, ist, sich mit dem Autor des veröffentlichten Artikels in Verbindung zu setzen und einen Beweis und die Grundlage für einen solchen Artikel zu verlangen. Wenn es möglich ist, den Sachverhalt durch eine klare Kommunikation zu korrigieren, versuchen Sie dies.

Machen Sie den Betreiber des Portals auf eine solche Veröffentlichung aufmerksam. Dies ist wichtig, denn wenn der Betreiber nichts davon weiß, kann er nicht zur Verantwortung gezogen werden. Unternimmt der Betreiber jedoch wissentlich nichts,, wird der Fall günstig. Dabei sind rechtliche Feinheiten zu beachten, weshalb es sich empfiehlt, einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen.

Ein Anwalt, der auf Medienrecht spezialisiert ist, kann eine Abmahnung bezüglich der Veröffentlichung versenden. Dies sollte umgehend geschehen. Wenn zu viel Zeit verstreicht, werden solche Fälle oft kompliziert. Zusätzlich kann eine Unterlassungsklage in Betracht gezogen werden, um die Verbreitung falscher Informationen sofort zu unterbinden.

Wenn die Verbreitung falscher Informationen Ihren Ruf direkt beeinträchtigt, kann ein Schadensersatzanspruch geltend gemacht werden. Dies kann nur nach einer sorgfältigen rechtlichen Prüfung festgestellt werden.

Geben Sie eine öffentliche Erklärung ab, um Fehlinformationen richtigzustellen

Je nach den Besonderheiten des Falles kann es in bestimmten Fällen ratsam sein, eine öffentliche Erklärung abzugeben, um Fehlinformationen zu korrigieren. Im Rahmen dieser Richtigstellung kann die gegnerische Partei diese auch über den von ihr gewählten Kanal veröffentlichen. Verfassen Sie eine sachliche Erklärung, die die falschen Behauptungen berichtigt und zur Klärung der Wahrheit beiträgt.

Vorbeugende Maßnahmen zum Schutz der Persönlichkeitsrechte

  1. Überwachen Sie regelmäßig Ihre Online-Präsenz
  2. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen für soziale Medien und teilen Sie Informationen nur mit vertrauenswürdigen Kontakten.

Pro-Tipp für Persönlichkeitsrechte im Internet

Die Verbreitung unrichtiger Informationen ist gemäß § 187 StGB strafbewehrt. Daher kann auch ein Strafantrag gestellt werden.

Lesen Sie, mit welchen Fällen wir uns in der Vergangenheit im Bereich der Persönlichkeitsrechte beschäftigt haben –

 

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Anwalt für Persönlichkeitsrecht

Wir sind auf das Persönlichkeitsrecht spezialisiert und verfügen über viel Erfahrung in diesem Rechtsgebiet.

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Erfolg bei Persönlichkeitsrechten

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3 replies on “Persönlichkeitsrechte im Internet: Rechtlicher Leitfaden”

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