Media Kanzlei bringt bekannten YouTube-Kanal wieder online

Erfolgsgeschichte

Media Kanzlei bringt bekannten YouTube-Kanal wieder online

Mit Beschluss des LG Osnabrück Anfang Juli konnte die Media Kanzlei in einem einstweiligen Rechtsschutzverfahren den YouTube-Kanal eines Mandanten wieder online bringen, nachdem dieser von Google Irland Ldt. gesperrt wurde.

Plötzliche Sperrung des YouTube-Kanals ohne Vorwarnung

Ende Juni 2025 traf unseren Mandanten, einen erfolgreichen YouTuber, eine böse Überraschung: Ohne Angabe nachvollziehbarer Gründe sperrte Google seinen gesamten Account – alle Videos, Abonnenten‑Beziehungen und Monetarisierungsmöglichkeiten waren über Nacht verschwunden. Mit dem Kanal war plötzlich zugleich die primäre Einkommensquelle „down“. Für Content‑Creator bedeutet eine solche Maßnahme in der Regel nicht nur Reichweiten‑, sondern oft auch erhebliche Einkommensverluste.

Sie interessieren sich für typische Plattformrisiken? Hier finden Sie unseren ausführlichen Leitfaden zum Thema YouTube‑Account‑Sperre aufheben:

👉 Hier finden Sie unseren entsprechenden Artikel.

Media Kanzlei erwirkt einstweilige Verfügung

Die Media Kanzlei – erfahren und spezialisiert auf derartige Fälle – beantragte umgehend Eilrechtsschutz. Das Landgericht Osnabrück gab dem Antrag mit Beschluss vom 07.07.2025 (Az. 11 O 1643/25) statt:

„YouTube bzw. genauer die Google Ireland Limited wird bei Meidung eines Ordnungsgeldes bis zu 250.000 € verpflichtet, die Sperre des YouTube‑Kanals  unverzüglich aufzuheben.“

Dabei wurde die Dringlichkeit der Sache anerkannt – bei einer unberechtigten Sperrung des YouTube-Kanals ist unserer Mandantschaft nicht zuzumuten, um seine Existenz zu bangen und derartige Einkommenseinbüßen zu erleiden, bis der Fall gerichtlich entschieden ist.

 

Warum der Beschluss wichtig ist

Dieser Beschluss (und auch ähnliche Beschlüsse in vergleichbaren, von uns vertretenen Fällen) ist von großer Bedeutung in Fällen unberechtigter Accountsperrung zu einer Zeit, in der viele Menschen damit hauptberuflich ihr monatliches Einkommen sichern. Besonders wichtig sind hierbei folgende Punkte:

  • Stärkung der Creator‑Rechte: Das Gericht signalisiert, dass Plattformen nicht im luftleeren Raum agieren dürfen, sondern in derartigen Rechtsverletzenden Eingriffen auch haften bzw. zur Verantwortung zu ziehen sind.
  • Präventive Wirkung: Das festgelegte Ordnungsgeld i.H. bis zu 250.000 € schafft einen spürbaren wirtschaftlichen Druck.
  • Rechtsklarheit: Die Entscheidung zeigt, dass auch Landgerichte rasch effektiven Schutz bieten, selbst wenn kein OLG‑Urteil vorliegt.

Die Entscheidung bestätigt: Plattformen dürfen Accounts nicht kommentarlos von der Bildfläche tilgen. Creator haben effektive Mittel, sich zu wehren – vorausgesetzt, sie handeln schnell und strategisch.

„Dieses Ergebnis zeigt einmal mehr, dass wir digitale David‑gegen‑Goliath‑Situationen erfolgreich zugunsten unserer Mandanten drehen können.“
Dr. Severin Riemenschneider, Rechtsanwalt & Partner, Media Kanzlei

Weiterführende Analyse zur Plattformhaftung lesen Sie in unserem Beitrag Plattformrecht und Nutzersperren.

👉 Hier finden Sie unseren entsprechenden Artikel.

Wie wir als Medienrechtskanzlei vorgehen

  1. Schnellanalyse & Beweissicherung: Eine schnelle und effektive Beweissicherung innerhalb von 24 Stunden nach der erfolgten Sperrung des Accounts ist von essentieller Bedeutung.
  2. Modulares Argumentationspaket: Wir argumentieren auf Basis der Rechtslage im Vertragsrecht, Ihrer Grundrechte und aufgrund des DSA (Digital Services Act).
  3. Strategische Antragstellung im einstweiligen Rechtsschutz – maßgeschneidert auf die Plattform‑AGB.
  4. Proaktive Kommunikation mit dem YouTube-Team, um Vollstreckung zu vermeiden und den Kanal schnellstmöglich wieder live zu schalten.

 

Was Sie als Content-Creator beachten sollten

  • Zeitrahmen: Zwischen Sperrung (24.06.2025) und Antrag (05. 07. 2025) lagen nur wenige Tage – Zeit ist der kritische Faktor für einen raschen Erfolg.
  • Dokumentation: Sichern Sie sofort Screenshots, E‑Mails und AGB‑Passagen.
  • Rechtsbeistand: Ohne anwaltliche Vertretung ist ein Eilverfahren praktisch nicht durchsetzbar.
  • Kombination Zivil‑ & Öffentlichkeitsarbeit: Parallel zur juristischen Schiene ist eine transparente Kommunikation gegenüber Fans und Werbepartnern ratsam.

 

Weiterlesen:

Schnellüberblick: Alles über Accountsperrungen, DSA und Plattformhaftung:

👉 Hier finden Sie unseren entsprechenden Artikel.

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